1980-1989

Ausbau globaler Präsenz

1980

Die Degussa, die seit ihrer Gründung im Jahr 1873 berechtigt war Bankgeschäfte zu betreiben, gliederte ihre bankgeschäftlichen Aktivitäten aus und übertrug sie auf die neu gegründete Degussa Bank GmbH, Frankfurt am Main. Aufgabe der Tochtergesellschaft war es, das Bankgeschäft mit den Schwerpunkten Einlagen-, Kredit-, Auslands- und Wertpapiergeschäft fortzuführen und weiterzuentwickeln. Die Degussa Bank GmbH wurde im Jahr 2002 verkauft.

Mit der Gründung der Goldschmidt Chemical Corp. in Hopewell/Virginia und dem Baubeginn einer Produktionsanlage kehrte die Th. Goldschmidt AG nach fast 65 Jahren als produzierendes Unternehmen in die USA zurück. Der Standort Hopewell nahm 1981 zunächst die Produktion von Betainen auf und wurde später weiter ausgebaut. Unter anderem kam im ai 1991 die Produktion von PU-Additiven hinzu. 

1982

Die Degussa baute ihre internationale Position auf dem Füllstoffsektor aus und gründete dazu gemeinsam mit der PQ Corporation in Valley Forge, Pennsylvania/USA, die North America Silica Company zur Produktion und zum Vertrieb von gefällten Kieselsäuren.

1984

Nach Abschluss mehrerer Bauphasen bezog die Degussa an ihrem traditionsreichen Standort in der Frankfurter Innenstadt ein neues Verwaltungsgebäude, das an der Stelle der ehemaligen Fabrikation errichtet worden war. Rund 1.850 Angestellte arbeiteten in dieser Degussa-Hauptverwaltung. 2010 wurde der Stadtort aufgegeben, die Mitarbeiter zogen in ein neu errichtetes Verwaltungsgebäude der Industriepark Wolfgang GmbH in Hanau.

1985

Nachdem die VEBA AG, die seit 1979 Mehrheitseigner der Chemische Werke Hüls AG war, auch die restlichen freien Aktien erworben hatte, änderte das Unternehmen seinen Namen in Hüls AG. Unternehmenssitz blieb Marl.

1986

Die Degussa stiftete eine Gastprofessur für Chemie und Medizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Die Stiftungsprofessur wurde anlässlich des fünfundzwanzigjährigen Bestehens des Forschungszentrums der Degussa in Hanau-Wolfgang eingerichtet. Sie besteht bis heute als Degussa Stiftungsprofessur für Organische Synthetik. 

1988

Die Hüls AG erwarb die Chemie- und Kunststoffsparte der Dynamit Nobel AG, Troisdorf. Damit kamen mehrere Betriebe in den Besitz des Marler Konzerns. Im Einzelnen handelte es sich um das 1905 als Märkische Seifenindustrie GmbH gegründete Werk Witten, ein Hersteller von Produkten der Fettchemie, von Polyesterharzen und Bindemitteln für die Lackindustrie, sowie das 1977 gegründete Werk Steyerberg mit seiner DMT-Produktion. DMT (Dimethylterephthalat) wird auch in einer Anlage des ebenfalls neu hinzugekommenen Werkes Lülsdorf produziert, das 1912 gegründet worden war. Zu den Neuwerbungen gehörte außerdem das 1898 als Elektrochemische Werke GmbH gegründete Werk Rheinfelden (heute Werksteil Süd), das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Werk Rheinfelden der Degussa AG (heute Werksteil Nord) lag und 1999 im Rahmen der Fusion mit ihm zusammengelegt wurde.

1989

Die Röhm GmbH in Darmstadt wurde durch Anteilszukauf zu einer 100prozentigen Tochtergesellschaft der Hüls AG. Nach der Fusion von Degussa AG und Hüls AG zur Degussa-Hüls AG im Jahr 1999 wurde die Degussa-Tochtergesellschaft Agomer GmbH mit der Röhm GmbH verschmolzen. Die Aktivitäten dieser beiden Gesellschaften werden im wesentlichen im Geschäftsbereich Performance Polymers der Evonik Industries AG fortgeführt und –entwickelt. 

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1990 - 1999