Wasserstoffperoxid

Eine saubere Sache

Degussa

Die Anfänge der Deutschen Gold- und Silber-Scheide-Anstalt auf dem Wasserstoffperoxid-Markt waren eher bescheiden und finden sich in Kärnten in den damaligen Österreichischen Chemischen Werken in Weissenstein.  Dort sollte in den Jahren 1907/08 eine Anlage zur elektrolytischen Herstellung von Wasserstoffperoxid installiert werden. Wegen finanzieller Engpässe lag die Baustelle jedoch brach. Für die Degussa war das Weissensteiner elektrolytische Verfahren von großem Interesse, denn es bot ihr die Möglichkeit, den Waschmittelzusatz Perborat einfacher und günstiger zu produzieren, den sie in wachsendem Maße für das Waschmittel „Persil“ an die Firma Henkel lieferte.

Nach finanzieller Beteiligung der Degussa lief die Produktion in Weissenstein 1910 schließlich an. Bis 1928 war die Nachfrage nach Wasserstoffperoxid soweit gestiegen, dass im Degussa-Werk Rheinfelden eine erste eigene Fertigungsanlage errichtet wurde. Seitdem wurden die Produktionskapazitäten mit neuen Herstellungsanlagen weltweit kontinuierlich gesteigert. Grund für die expansive Verbreitung des Aktivsauerstoffs ist vor allem seine vielfältige Verwendbarkeit, die über die ursprüngliche Verwertung als Vorprodukt eines Waschmittelzusatzes weit hinausgeht. Wasserstoffperoxid ist beispielsweise zum Bleichen in der Textilindustrie und zur Aufbereitung von Altpapier ein unverzichtbarer Bestandteil. Es findet ebenfalls Verwendung bei hydrometallurgischen Prozessen, zum Beispiel bei der Goldlaugung.

Evonik Industries ist heute weltweit einer der führenden Produzenten von Wasserstoffperoxid.

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